












Die Kunsthistorikerin Christine Hoffmann schrieb über die Fotos die sämtlich als Hintergrund eine alte Fabrikmauer zeigen:
“In den Arbeiten des Fotografen Torsten Gripp wird die Reflexion des Künstlers über seine Rolle als Porträtist, Auge der Kamera und Objekt der Modell vor der Kamera deutlich.
Er inszeniert seine Aufnahmen vor historischer Kulisse und arbeitet die Schichten aus, so dass eine Art Bodensatz der Ebenen entsteht. Vorne und hinten, wichtig und deko verschwimmen und zeigen, dass auch der scheinbar unsichtbare Fotograf mitten im Prozess des Entstehens verankert ist.
Er bringt sich voll in den Entstehungsprozess der Arbeiten ein, stellt sich aber auch dem Erkenntnisprozess des Betrachters und der Entwicklung des Bildes von der Entstehung bis zur fertigen Ausarbeitung. Die Interessen des Künstlers leiten seine Arbeiten, aber sind offen für die Veränderungen die mit der Arbeit der Modelle einher gehen können.
So arbeitet sich Torsten Gripp durch die menschlichen Vorlieben, ästhetischen Ansprüche und Widersprüche und findet immer einen eigenen Anteil, obwohl er hinter der Linse verharren muss.”
torstengripp FOTOGRAFIE